Logo

Kretagedenkfeier 2013

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Kameradschaft Bad Reichenhall am 22. Mai wieder zum 72. Jahrestag der Invasion Kretas durch die  deutschen Wehrmacht am Gedenkstein an der Kretabrücke in Bad Reichenhall eine kleine Gedenkfeier. Neben der Fahnenabordnung der Gebirgsjägerkameradschaft 232 bildeten noch 7 weitere Fahnenabordnungen den feierlichen Rahmen für zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland. Unter ihnen waren auch Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner sowie in Vertretung des Kommandeurs der gebjgBrig 23 der Kommandeur der Kommandeur des GebFmBtl 210, OTL Schieder mit zahlreichen aktiven Soldaten des Standortes. Erfreulicherweise waren auch in diesem Jahr wieder 2 Vertreter des griechischen Generalkonsulats aus München unter den Gästen.

 

Der 1. Vorsitzende der Kameradschaft Bad Reichenhall, Manfred Held, erinnerte in seiner Ansprache an die menschliche Tragödie die das „Unternehmen Merkur“ vor allem für die Soldaten des III. Bataillons des Gebirgsjägerregiments 100 aus Bad Reichenhall bedeutete. Mehr als 300  Soldaten kamen in der Nacht vom 21. auf 22.Mai 1941 bei dem Versuch, Kreta mit einer so genannten leichten Schiffsstaffel -  das waren überwiegend requirierte Fischerboote ohne ausreichenden Begleitschutz - im Feuer der englischen Marine vor Kreta ums Leben. In das Gedenken an diese Opfer bezog Manfred Held ausdrücklich auch die mehr als 200 Bürger der Stadt ein, die am 25. April 1945 bei einem der letzten alliierten Luftangriffe ihr Leben gelassen haben. Und er erinnerte zugleich auch an die im Einsatz gefallenen Soldaten der Bundeswehr. Der Name der Reichenhaller Brücke und der dortige Gedenkstein dienen der Erinnerung an die Toten der Kriege und sind damit zugleich Mahnmal für die Lebenden. Manfred Held erinnerte aber auch daran, dass für alle in den Weltkriegen gefallenen deutschen Soldaten auf der Grundlage des deutschen Gräberrechts ein dauerndes Ruherecht gilt, wie z.B. für die bei Maleme auf Kreta bestatteten deutschen Gebirgsjäger. Er merkte dabei kritisch an, dass für die im Einsatz der Bundeswehr gefallenen Soldaten aber bisher eine entsprechende Regelung immer noch auf sich warten lässt.

Im Anschluss legten Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner, OTL Schieder und Manfred Held zum Lied vom guten Kameraden am Gedenkstein Kränze nieder.