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Benefizkonzert mit dem Trentiner Bergsteigerchor

Benefizkonzert des Trentiner Bergsteigerchors „Care` Alto“

Mehr als 2100.- Euro für die Sanitätsstation in Khalazaie (Afghanistan)

 

Das Gebirgsjägerbataillon 232 und die Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden e.V. veranstalteten am vergangenen Samstag in der Pfarrkirche St. Andreas in Berchtesgaden mit dem Trentiner Bergsteigerchor „Care` Alto“ ein Wohltätigkeitskonzert. Der Erlös dient der Finanzierung eines humanitären Projekts, das die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 begleitend zu ihrem derzeit in Afghanistan laufenden Einsatz verwirklichen wollen.

Bekanntlich hat die Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden e.V. ja bereits bei der Verabschiedung des Einsatzkontingents der Struber Jager im Juli dieses Jahres rund 7000.-Euro für dieses Vorhaben übergeben. Mit den Geldern soll eine medizinische Notfallstation in Khalazaie in der Provinz Baghlan, nördlich von Kundus wieder instandgesetzt werden. Die Arbeiten dazu sind bereits in vollem Gange. Keine Frage, dass sich dafür auch  Landrat Georg Grabner nicht lange bitten ließ, für das Konzert die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Der Chor „Care` Alto“ ist einer der bekanntesten Bergsteigerchör aus dem Trentino. Er wurde 1953 im Rendenatal in der Nähe von Madonna de Campiglio, am Fuße des 3462 Meter hohen Care` Alto gegründet und nach seiner Herkunft benannt. Er besteht aus 35 Sängern, die aus dem Rendenatal und den angrenzenden Dörfern kommen. Der Chor will mit seinen Liedern den Zuhörern die Mystik der Bergwelt und die Kultur der Bewohner des Rendenatales nahe bringen.

Die Pfarrkirche war an diesem Abend voll besetzt und ein dankbares Publikum folgte nach der Begrüßung, die der Vorsitzende der Gebirgsjägerkameradschaft 232, Klaus Gerlach, auch im Namen von Oberstleutnant Helmut Wegscheider vom Gebirgsjägerbataillon 232 vornahm, begeistert und ergriffen den Darbietungen des Chors. Insgesamt kamen 16 Lieder zur Aufführung. Dabei reichte das Repertoire von zarten Liebesliedern über das Besingen der Schönheit und der Leidenschaft für die Berge bis zu Liedern, die an die schrecklichen Ereignisse des Dolomitenkrieges im 1. Weltkrieg erinnerten. Auch die damalige böhmische Hymne kam zur Aufführung. Sie wurde von den Trentiner Bürgern, die vor Beginn des Krieges an der Alpenfront von den Österreichern nach Böhmen zwangsumgesiedelt wurden, unter dem Titel „Wo ist meine Heimat“ als trentinisches Volkslied übernommen und wird noch heute im Rendenatal gesungen.   

Jeder Zuhörer nahm an diesem Abend auch an der Verlosung von 2 einwöchigen Aufenthalten mit Vollpension in dem 3 Sterne-Hotel „Bellavista“ im Rendenatal teil. Das jüngste Mitglied des Chors, der 18-jähriche Michele zog n der Konzertpause Die Gewinnerlose. Die glücklichen Gewinner waren ein Urlaubsgast aus dem Erzgebirge und 2 einheimische Damen.

Der Eintritt zu dem Konzert erfolgte auf Spendenbasis. Ein sichtlich zufriedenes Publikum legte am Ausgang der Pfarrkirche nach dem abschließenden gefühlvoll vorgetragenen Lied der Berge „La Montanara“  beachtliche 2150.- Euro in die Spendenkörbe ein.

Nach dem Ende des Konzerts traf sich die Vorstandschaft der Gebirgsjägerkameradschaft noch mit dem Chor zu einem gemeinsamen Essen im Offizierheim der Jägerkaserne. Für dieses Essen hatte der Leiter des Hofbräuhauses Berchtesgaden, Josef Stangassinger, ein 50 Liter-Fass Bier gestiftet. Die italienischen Gäste revanchierten für diese Einladung mit einem geschmackvoll dekorierten Buffet von Trentiner Spezialitäten und den als Vorspeise gereichten Antipasti aus ihrer Region. Dies alles hatte der Wirt des Hotels „Bellavista“ Giuseppe zusammen mit seinem Sohn Giovanni mitgebracht und am Nachmittag liebevoll vorbereitet. Dazu gab es dann auch noch den bekannten Trentiner Marcemino-Wein, den bereits Mozart in seiner Oper Don Giovanni gerühmt hatte. Nach dem Essen kam dann an diesem ausgelassenen Abend auch noch so manches Lied aus dem Fundus des Chors zur Aufführung.