Logo

Öffentliches Gelöbnis in Bischofswiesen

Öffentliches Gelöbnis mit Verleihung des General-Kießling-Preises

 

Am 15. November 2013 fand das Gelöbnis der Rekruten der 6. Kompanie wieder einmal in der Garnisonsgemeinde Bischofswiesen statt. Unter starker Teilnahme der Angehörigen und in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste hatten  rund 150 Rekruten und das Gebirgsmusikkorps an diesem trüben Novemberabend auf dem Schulhof Aufstellung genommen.

 

Ehe unter der Leitung des Bataillonsführers, Major Eike Gudat die Rekruten ihr feierliches Gelöbnis ablegten überreichte das Mitglied des Stiftungsrats der General-Kießling-Stiftung, Oberstarzt d. R. Prof. Dr. Schindler, dem Bataillonsführer Major Gudat, den General-Kießling-Preis.

Er würdigte dabei die Verdienste des Bataillons in der Traditionspflege. Dabei unterstrich er, dass es seit Bestehens des Gebirgsjägerstandortes Strub im Jahre 1938 das Verhältnis der Soldaten zur Bevölkerung des Berchtesgadener Landes immer vorbildlich eng und gut gewesen ist. Dem Bataillon war es seit im Jahre 1957 wieder Gebirgsjäger in die Jägerkaserne eingezogen waren, gelungen, an diese Tradition nahtlos anzuknüpfen und  eine eigenständige Traditionslinie der Bundeswehr zu entwickeln. Dies findet u.a. auch seinen Ausdruck in der Einrichtung der militärhistorischen Sammlung des Bataillons. Professor Schindler stellte als einen der Eckpfeiler bei der Traditionspflege unter anderem auch die vorbildliche Zusammenarbeit des Bataillons mit seiner Truppenkameradschaft, der Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden e.V. heraus.



General Kießling

Am 28. August 2009 verstarb General a.D. Dr. Günter Kießling in Rendsburg. Er war noch als Soldat der Wehrmacht, zuletzt im Range eines Leutnants, im 2. Weltkrieg an der Ostfront eingesetzt. 

Nach dem 2. Weltkrieg kam er über den Bundesgrenzschutz als Offizier in die  Bundeswehr und brachte es bis zu seinem Ausscheiden als Stellvertreter des NATO-Oberbefehlshabers Europa im NATO-Hauptquartier SHAPE in Mons/Belgien bis zum Viersterne-General.

Nach seiner Pensionierung blieb er der Bundeswehr und vor allem seinem ehemaligen Bataillon, dem Panzergrenadierbataillon 62 in Neustadt/Hessen, stets eng verbunden. Er hatte auch zur Offiziersschule des Heeres in Dresden eine besonders enge Beziehung. In die dortige Kaserne trat er nämlich1940 als knapp Fünfzehnjähriger in die Unteroffiziervorschule ein. Als 1998 die Offiziersschule des Heeres von Hannover an die Stätte der alten Infanterieschule der Reichswehr nach Dresden verlegt wurde, hielt General a.D. Dr. Kießling die Festrede, ebenso wie 2008 zum 10. Jahrestag dieses Ereignisses.
Es war deshalb eine Herzensangelegenheit des Generals an der Offizierschule des Heeres eine Stiftung zu gründen, mit der die Traditionspflege gefördert werden soll. Die General- Kießling-Stiftung wurde am 11. März 2009 in einem Festakt in Anwesenheit des damaligen Inspekteurs des Heeres, Generalleutnant Hans-Otto Budde, in Dresden gegründet. Der 84-jährige Stifter hielt dabei in beeindruckender freier Rede selbst die Festansprache. Die Stiftung hat sich nach ihrer Satzung und nach dem unbedingten Willen des Stifters auf die Pflege der bundeswehreigenen Tradition zu konzentrieren und dabei der Traditionspflege im Heer und in der überschaubaren soldatischen Gemeinschaft des Bataillons besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei können Arbeiten und Aufsätze, die sich der Thematik des Stiftungszwecks annehmen, ebenso mit dem General- Kießling-Preis ausgezeichnet werden, wie Projekte, Veranstaltungen und Seminare. Über die Ergänzung des Preises, einer wertvollen Plakette, durch eine finanzielle Förderung entscheidet der Stiftungsrat. Der Preis soll einmal jährlich, ggf. auch mehrfach, am Geburtstag des Stifters, dem 20. Oktober, verliehen werden. Erstmals erfolgte dies am 20. Oktober 2010.