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Humanitäres Projekt AFG

Krankenhaus in Kholm/Afghanistan erhält eine neue Wasserversorgung

Mit Spendengeldern der Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden e.V. verwirklichen die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 ihr zweites humanitäres Projekt in Afghanistan.

Die Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 aus Bischofswiesen sind bekanntlich seit Juli dieses Jahres  bis Februar 2014 wieder im Einsatz in Afghanistan. Runde 7000.- Euro Spendengelder der eigenen Mitglieder und aus der Berchtesgadener Geschäftswelt konnte der Vorsitzende der Gebirgsjägerkameradschaft 232 bei der Verabschiedung der Soldaten im vergangenen Juli dem Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Peter Küpper, für ein humanitäres Projekt im Einsatzland mit auf den Weg geben. Zu diesen Spendengeldern kamen dann später noch weitere 2100.- Euro aus dem Erlös eines Wohltätigkeitskonzerts des Trentiner Bergsteigerchors „Care` Alto“ hinzu. Das erste humanitäre Projekt, das mit diesen Geldern finanziert werden konnte, die medizinische Notfallstation in Khalazaie in der Provinz Baghlan konnte bereits am 5. September erfolgreich abgeschlossen werden. Das Gebäude wurde vollständig renoviert und die Wasserversorgung neu angelegt.

Mit Unterstützung der von Bundeswehrsoldaten organisierten Hilfsorganisation „Lachen helfen.V.“ und der deutschen CIMIC-Kräfte (Zivil-Militärische Zusammenarbeit) wurde nun für die noch verfügbaren 3100.- Euro ein weiteres Hilfsprojekt erkundet: die Wasserversorgung des Krankenhauses von Kholm, ca. 65 km östlich des deutschen Feldlagers Masar-i Scharif, ebenfalls in der Provinz Baghlan (Nato-Abkürzung: BGL).

Von den 4 Wassertanks auf dem Hochbehälter des Krankenhauses ist nur noch einer funktionsfähig. Die 4 Wassertanks sollen nun durch einen frostsicheren Tank ersetzt werden und näher zum Brunnen verlegt werden. Dafür werden auch ein neues Fundament sowie frostsichere neue Rohrleitungen verlegt. Die Kostenkalkulation liegt etwa 1500.- Euro über den von der Gebirgsjägerkameradschaft gestifteten Mitteln. Die Restfinanzierung will der Verein „Lachen helfen e.V.“ sicherstellen. Der Vertrag mit der einheimischen Baufirma wird in diesen Tagen unterschrieben und die Truppe im Einsatz ist zuversichtlich, dass die Arbeiten noch abgeschlossen werden können, ehe der Winter weiteren Baumaßnahmen Einhalt gebietet.

Für die bewegliche Einsatzreserve im deutschen Verantwortungsbereich (Northern Reaction Unit), die im Wesentlichen aus Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 232 gebildet ist und von deren Kommandeur, Oberstleutnant Peter Küpper, geführt wird, ist die Verwirklichung dieses zweiten humanitären Projekts in ihrem Einsatzraum eine große Hilfe. Derartige Hilfsprojekte werden in der Bevölkerung dankbar registriert und stärken das Vertrauen zu den fremden Soldaten. Sie dienen damit nicht zuletzt auch der Sicherheit der eigenen Soldaten. Für die Menschen in diesem Land wird die Verwirklichung dieses Vorhabens aber eine Hilfe sein, die noch weit über den Tag hinaus wirksam sein wird, wenn der letzte deutsche Soldat dieses Land verlassen hat.


Brunnen am Krankenhaus in Kholm
 

Wassertanks des Hochbehälters
 

Einfahrt zum Krankenhaus
 

Eingang des Krankenhauses mit Wasserhochbehäter
 

Wasserhochbehäter