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Veteranen der Bundeswehr

Seit Jahren schon ringt man in Deutschland um eine zeitgemäße Definition des Begriffs „Veteran“. Die Ergebnisse waren z.T. absurd und drohten die Streitkräfte in eine Zweiklassengesellschaft zu spalten. Ein Vorschlag ging beispielsweise dahin, dass sich nur der Bundeswehrsoldat auch Veteran nennen dürfe, der mindestens einen kompletten Einsatzturnus in einem mandatierten Auslandseinsatz absolviert hat – absurd! Folgte man diesem Vorschlag, dann sollte man gleichzeitig eine Prüfungskommission einsetzen, die Grenzfälle entscheiden und beurkunden sollte.

 

Es ist im Moment ruhiger geworden um diese Diskussion. In der Tat aber haben wir in Deutschland ein Problem im Umgang mit dem Begriff des Veteranen. Andere Länder – insbesondere die angelsächsischen-  mit ihrer ungebrochen soldatischen Tradition gehen mit diesem Problem ganz unbefangen und sehr pragmatisch um.

Der anliegende Artikel, den ich der Zeitschrift „Publik Forum“ (Heft 3 vom 14. Februar 2014) entnommen habe, gibt reichlich Stoff zum Nachdenken darüber, wie wir es in Deutschland mit unseren Veteranen halten. Ich sehe dabei durchaus den ersten Teil dieser Darstellung sehr kritisch, weil hier der Verfasser Andreas Timmermann-Levanas als Betroffener auch die persönlichen Umstände kritisiert, wie man mit seinem Fall von Seiten der Bundeswehr umgegangen ist. Dies kann der Leser nicht auf Fakten überprüfen. Aber an der folgenden Kritik über unsere gesellschaftlichen Defizite im Umgang mit den Veteranen der Bundeswehr, die im Auslandseinsatz waren, macht nachdenklich.

 

Klaus Gerlach