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Treffen ehemaliger Gebirgsjäger im Berchtesgadener Land

Ehemalige Rekruten  und ihre Vorgesetzten der 4. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232 feierten nach 55 Jahren ein großes Wiedersehen und trafen sich Mitte September

in der Jägerkaserne Strub in Bischofswiesen. Das Treffen stand unter dem Motto

„Einmal Jager immer Jager“.

 

Die ehemaligen Gebirgsjäger der 4. Kompanie  Gebirgsjägerbataillon 232, die 1959 / 60 und 1964 / 65 ihren Wehrdienst in Bischofswiesen leisteten, treffen sich seit 1990.

Die Idee und der Wunsch sich wieder zu sehen kam von zwei  Kameraden die sich

zufällig während  ihres Urlaubs in Berchtesgaden getroffen hatten. Um ihre Idee zu verwirklichen brauchten  sie aber die Anschriften der Kameraden, um diese zu einem Wiedersehen einladen  zu können. Schließlich waren 30 Jahre seit ihrer Entlassung vergangen und die Kontakte hatten sich weitgehend verloren. Doch dank einer  „Bierzeitung“ in der Adressen der damaligen Soldaten aufgelistet waren, konnte der Grundstein für künftige Treffen gelegt werden.

Unterstützung gab es von der Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden e. V. und der 4. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 232.

 

Aufwendige Vorbereitung

Seit dem letzten Treffen 2009 waren schon wieder fünf Jahre vergangen und die Kameraden hatten sich vorgenommen, sich 2014 an der alten Wirkungsstätte ihrer militärischen Ausbildung wieder zu treffen. So übernahm der Ehrenvorsitzenden der Gebirgsjägerkameradschaft 232  Adolf Stempfl, der auch Angehöriger der vierten Kompanie Gebirgsjägerbataillon 232 war, die Organisation.  Seit einigen Jahren  wurde der Teilnehmerkreis erweitert und andere Jahrgänge der vierten Kompanie Gebirgsjägerbataillon 232,  soweit  Adressen bekannt waren, kamen dazu.

So machte sich Stempfl an die Arbeit und schrieb 128 Kameraden an, auch Franz Wein der 1964 /65 gedient hatte, schrieb seine Kameraden an und lud  zum „9. Jagertreffen“ der ehemaligen 4./232 ins Berchtesgadener  Land ein.

Mitte September fand das Treffen statt und es kamen 40 Kameraden mit ihren Frauen an, darunter auch Ausbilder und die damaligen Kompaniechefs  Korbinian Weiß mit Gattin, Norbert Schrimpf  und Stefan Leonhard.

 

Ehemaliger Kompaniechef wurde 90

Einige Kameraden mussten aus gesundheitlichen Gründen absagen, so unter anderen  der Kompaniechef der ersten Stunde Dieter Hagendorn, der seinen 90. Geburtstag feiern durfte, und Walter Schießl. Sie wünschten dem Treffen ein gutes Gelingen und grüßten alle Teilnehmer.

 

Am ersten Tag der Veranstaltung  reisten die Kameraden aus der gesamten Bundesrepublik an, Kamerad Freder Fischlin kam aus Hamburg an und hatte wohl den weitesten Weg. Abends traf man sich im Unteroffizierheim der Jägerkaserne / Strub in Bischofswiesen.

 

Adolf Stempfl begrüßte die Damen und Kameraden sowie den stellvertretenden  Bataillonskommadeur Major  Robert Pröse und Oberstabsfeldwebel Hans Denk. In einer Gedenkminute gedachte man der bereits verstorbenen Kameraden.  Nach dem gemeinsamen Abendessen ging es zum gemütlichen und sehr unterhaltsamen Abend über.

 

Am folgenden Tag war Wandern angesagt und am Abend besuchten die Teilnehmer einen

Heimatabend im Bräustüberl in Berchtesgaden.

 

 Ein Besuch im „Haus der Berge“ und eine Grillfeier, auf dem Übungsgelände der Bundeswehr, standen am dritten Tag  auf dem Programm. Das Wetter war aber so regnerisch und kalt so dass die Grillfeier in das Unteroffiziersheim in der Jägerkaserne verlegt werden musste. Während der Grillfeier kamen weitere Kameraden dazu, so der stellvertretende Brigadekommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ und Vizepräsident des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, Oberst Stefan Leonhard der auch Mitglied der Gebirgsjägerkameradschaft 232 e. V. ist, ebenso der Vorsitzende der Gebirgsjägerkameradschaft 232 e. V. Gerd Schelble. Oberst Leonhard begrüßte die Teilnehmer und gab in seiner Präsentation „Bundeswehr heute“ einen Überblick an dem die „alten Jager“ ein großes Interesse zeigten. Am späten Nachmittag nach Kaffee und Kuchen bedankte sich Stempfl bei allen die zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen haben, vor allem beim Gebirgsjägerbataillon 232 und der 4. Kompanie, bei den Helfern der Vorstandschaft der Gebirgsjägerkameradschaft 232 e. V., so wie bei seiner Frau Heide, der Tochter Heike und Enkeln Julia und Alexander. Bei den Teilnehmern bedankte sich Stempfl für Ihr Kommen und wünschte eine gute Heimreise. Nach dem die „Jager“ in die Jahre gekommen sind, war die allgemeine Meinung, man sollte bis zum nächsten Treffen keine fünf Jahre vergehen lassen, sondern in zwei bis drei Jahren das Wiedersehen wiederholen.