Logo

Kretagedenkfeier 2015 in Bad Reichenhall

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Kameradschaft Bad Reichenhall auch heuer wieder am 20. Mai wieder zum 74. Jahrestag der Invasion Kretas durch die deutsche Wehrmacht am Gedenkstein an der Kretabrücke in Bad Reichenhall eine kleine Gedenkfeier.

Zahlreiche aktive Soldaten des Standortes waren erschienen und die Soldatenvereine aus Bad Reichenhall und aus dem benachbarten Österreich waren mit ihren Fahnenabordnungen vertreten. Unter den Ehrengästen  waren auch Bad Reichenhalls 2. Bürgermeister Manfred Hofmeister mit mehreren Stadträten sowie  der Standortälteste von Reichenhall, unser Vereinsmitglied Oberst Stefan Leonhard.

Der 1. Vorsitzende der Kameradschaft Bad Reichenhall, Manfred Held, erinnerte in seiner Ansprache an die menschliche Tragödie die das „Unternehmen Merkur“ vor allem für die Soldaten des III. Bataillons des Gebirgsjägerregiments 100 aus Bad Reichenhall bedeutete. Mehr als 300  Soldaten kamen in der Nacht vom 21. auf 22.Mai 1941 bei dem Versuch, Kreta mit einer so genannten leichten Schiffsstaffel -  das waren überwiegend requirierte Fischerboote ohne ausreichenden Begleitschutz - im Feuer der englischen Marine vor Kreta ums Leben. In das Gedenken an diese Opfer bezog Manfred Held ausdrücklich auch die mehr als 200 Bürger der Stadt ein, die am 28. April 1945 bei einem der letzten alliierten Luftangriffe ihr Leben gelassen haben. Und er erinnerte zugleich auch an die im Einsatz gefallenen Soldaten der Bundeswehr.

Der 2. Bürgermeister Manfred Hofmeister erinnerte daran, dass der Stadtrat von Bad Reichenhall sich zuletzt im Jahre 2011 noch einmal in einer gemeinsamen Resolution einstimmig zu der Namensgebung für die Kretabrücke bekannt hatte und mit dem jährliche  Gedenken zugleich ein mahnendes Gedenken an die Opfer der deutschen Soldaten auf und vor Kreta, die Bombenopfer der Stadt vom 28. April 1945 sowie die Opfer der kretischen Zivilbevölkerung verbindet. Der Name der Reichenhaller Brücke und der dortige Gedenkstein dienen der Erinnerung an die Toten der Kriege und sind damit zugleich Mahnmal für die Lebenden.

Im Anschluss legte Manfred Held zum Lied vom guten Kameraden am Gedenkstein ein Gesteck nieder.