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Öffentliche Ernennung der Heeresbergführer

60 Jahre Gebirgstruppe der Bundeswehr mit

Öffentliche Ernennung der Heeresbergführer des 1. Deutsch-Österreichischen HBF-Lehrgangs

In diesem Jahr feiert das deutsche Heer und damit auch die Gebirgstruppe der Bundeswehr ihr 60-jähriges Bestehen. Die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ hatte dazu zusammen mit dem Ausbildungsstützpunkt „Gebirgs- und Winterkampf“ sowie dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe e.V. für den 13. Mai zu einem „Tag der Gebirgssoldaten“ nach Mittenwald eingeladen.. Teile des Programms waren die Brendtenfeier des Kameradenkreises der Gebirgstruppe e.V. am Nachmittag des Veranstaltungstages sowie ein Kameradschaftsabend in der Edelweiß-Kaserne in Mittenwald.

 

Von besonderem militärischen und öffentlichen Interesse war aber die bereits am Vormittag auf dem Dekan-Karl-Platz in Mittenwald stattgefundene öffentliche Ernennung der erfolgreichen Absolventen des 1. Deutsch-Österreichischen Heeresbergführerlehrgangs. Etwa 250 Gäste aus dem zivilen und militärischen Bereich hatten sich zu dieser Zeremonie eingefunden. Neben dem Gebirgsmusikkorps waren Fahnenabordnungen der Verbände der Gebirgstruppe sowie ein Ehrenzug der Mittenwalder Gebirgsjäger angetreten

 Die Ausbildung zum Heresbergführer 2015/2016 war gemeinsam von den österreichischen und den deutschen Ausbildungseinrichtungen für die HBF-Ausbildung in Saalfelden und Mittenwald organisiert und dieses Mal unter deutscher Leitung durchgeführt wurden. Die Federführung im nächsten HBF-Lehrgang wird dann das österreichische Bundesheer übernehmen.

Zu den Ehrengästen der Veranstaltung gehörten u.a. der Bürgermeister der Marktgemeinde Mittenwald, Herr Hornsteiner, sowie der ranghöchste, aktive Heeresbergführersoldat der Bundeswehr, Generalleutnant Erich Pfeffer, der Befehlshaber des Einsatzführungskommandos. Unter den österreichischen Gästen war der Verteidigungsattache´ der österreichischen Botschaft, Generalmajor Oschep, der ranghöchste Vertreter. Ferner waren alle an der Ausbildung beteiligten Vorgesetzten sowie die unterstützenden Dienststellen vertreten.  Die Ernennung der Heeresbergführer führten dann gemeinsam für die Bundeswehr Brigadegeneral Hagemann, der General der Infanterie und Kommandeur des Ausbildungszentrums der Infanterie und für das Bundesheer Brigadier Baranyai, der Kommandant der österreichischen Heerestruppenschule, durch.

Der 10-monatige Heeresbergführerlehrgang, der einen Sommer- und einen Winterteil umfasst, ist einer der längsten und der wohl auch anspruchvollste Lehrgang der binationalen Ausbildung des deutschen und des österreichischen Heeres. In Anbetracht der hohen Verantwortung, die Heeresbergführer als militärische Berater, als Führer und Ausbilder zu tragen haben, sind die Voraussetzungen für das Bestehen dieses Lehrgangs die persönlichen Reife sowie ein umfangreiches Spektrum an alpiner Erfahrung und technischer Fähigkeit. Vor einem Jahr haben sich 8 deutsche, 13 österreichische und 2 niederländische Soldaten den Herausforderungen der Ausbildung gestellt. Die 8 deutschen und ein niederländischer Soldat waren am Tag der Ernennung auf dem Dekan-Karl-Platz im Mittenwald angetreten.

Vom Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen gehörten dazu die beiden Hauptfeldwebel Benjamin Rehm und Maximilian Jose Krauss.

 

Der Vorsitzende der Gebirgsjägerkameradschaft 232 Berchtesgaden e.V. Gerd Schelble, der selbst Heeresbergführer ist, ließ es sich nicht nehmen, den beiden Soldaten nach ihrer Ernennung zu gratulieren und ihnen für ihren weiteren Werdegang alles Gute zu wünschen.