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Kretagedenkfeier 2016 in Bad Reichenhall

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Kameradschaft Bad Reichenhall auch heuer wieder am 21. Mai wieder zum 75. Jahrestag der Invasion Kretas durch die  deutsche Wehrmacht am Gedenkstein an der Kretabrücke in Bad Reichenhall eine kleine Gedenkfeier. Neben der Fahnenabordnung der Gebirgsjägerkameradschaft 232 bildeten noch 7 weitere Fahnenabordnungen den feierlichen Rahmen für Gäste aus dem In- und Ausland. Unter ihnen waren auch Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner mit 3 Stadträten sowie  der stellvertretende Kommandeur und Standortälteste von Bad Reichenhall, Oberst Stefan Leonhard, mit zahlreichen aktiven Soldaten des Standortes.

 

Der 1. Vorsitzende der Kameradschaft Bad Reichenhall, Manfred Held, erinnerte in seiner Ansprache an die menschliche Tragödie die das „Unternehmen Merkur“ vor allem für die Soldaten des III. Bataillons des Gebirgsjägerregiments 100 aus Bad Reichenhall bedeutete. Etwa 300  Soldaten kamen in der Nacht vom 21. auf 22.Mai 1941 bei dem Versuch, Kreta mit einer so genannten leichten Schiffsstaffel -  das waren überwiegend requirierte Fischerboote ohne ausreichenden Begleitschutz - im Feuer der englischen Marine vor Kreta ums Leben. In das Gedenken an diese Opfer bezog Manfred Held ausdrücklich auch die mehr als 200 Bürger der Stadt ein, die am 25. April 1945 bei einem der letzten alliierten Luftangriffe ihr Leben gelassen haben. Und er erinnerte zugleich auch an die im Einsatz gefallenen Soldaten der Bundeswehr.

Oberbürgermeister Dr. Herbert Lackner erinnerte daran, dass der Stadtrat von Bad Reichenhall sich 1968 und zuletzt noch einmal im Jahre 2011 in einer gemeinsamen Resolution einstimmig zu der Namensgebung für die Kretabrücke bekannt hatte und mit dem jährliche  Gedenken zugleich ein mahnendes Gedenken an die Opfer der deutschen Soldaten auf und vor Kreta, die Bombenopfer der Stadt Bad Reichenhall vom 25. April 1945 sowie die Opfer der kretischen Zivilbevölkerung verbindet. Der Name der Reichenhaller Brücke und der dortige Gedenkstein dienen der Erinnerung an die Toten der Kriege und sind damit zugleich Mahnmal für die Lebenden.

Im Anschluss legte Manfred Held zum Lied vom guten Kameraden zusammen mit Oberbürgermeister Herbart Lackner und Oberst Stefan Leonhard am Gedenkstein ein Gesteck nieder.