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Öffentliches Gelöbnis in Waldkraiburg

Am 2. Juni 2016 legten 88 Rekruten der Ausbildungs- und Unterstüzungskompanie des GebJgBtl 232 in Waldkraiburg ihr feierliches Gelöbnis ab. Wie dankbar die Bevölkerung in solchen Orten, die wegen der Reduzierung der Streitkräfte in ihrer näheren Umgebung keinen Bundeswehrstandort mehr in ihrer Nähe haben, für öffentliche Auftritte von Soldaten ist, zeigte die Tatsache dass neben zahlreichen Besuchern auch 21 Fahnenabordnungen der örtlichen Veteranenvereine auf dem Festplatz angetreten waren.

 

Unter ihnen war natürlich auch die Fahnenabordnung der Gebirgsjägerkameradschaft 232.  Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde vom Gebirgsmusikkorks aus Garmisch. Unter den Ehrengästen waren auch der stellvertretende Brigadekommandeur, Oberst Stefan Leonhard sowie zahlreiche  Amtstträger der Stadt Waldkraiburg.

Der Bürgermeister von Waldkraiburg, Robert Pötzsch, dankte den jungen Soldaten für ihren Entschluss zum Dienst in den Streitkräften und interpretierte den Wert ihres gesellschaftlichen Beitrages aus dem Bundeswehr-Werbeslogan „Wir. Dienen. Deutschland.“ Das „Wir“ steht für ihn sinnbildlich für die Kameradschaft. Die Bereitschaft zum Dienst für das Gemeinwesen zeigt sich bei den Soldaten in der gesamten Bandbreite von der Landesverteidigung, über den Einsatz bei Friedensmissionen im Ausland bis hin zur Mithilfe bei Katastropheneinsätzen im Inland.

Der Sprecher der Rekruten, Jäger Bader, gab einen Rückblick über die bisher geleistete Ausbildung der Rekruten und unterstrich dabei wie wertvoll für jeden dabei die Erfahrung gewesen ist, festzustellen, wie aus dem Zusammenwirken Einzelner eine Gruppenleistung entsteht, die ohne das kameradschaftliche Miteinander undenkbar wäre. Er bedankte sich auch im Namen seiner Kameradinnen und Kameraden bei den Ausbildern der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie für die faire und fachlich qualifizierte Behandlung.

Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant  Michael Bender, zollte den Rekruten seinen Respekt für ihre bisher gezeigten Leistungen und betonte dabei auch, welche großartigen Perspektiven die Bundeswehr mit ihren Ausbildungs- und Verwendungsangeboten heute für junge Menschen bietet.

Das Gebirgsmusikkorps  leitete das feierliche Gelöbnis dann mit dem Bayerischen Militärgebet ein und anschließend sprachen die angetretenen Soldaten die Gelöbnisformel. Abschließend wurden das Lied der Bayern und die deutsche Nationalhymne gespielt. Der Ausmarsch der Rekruten wurde vom Beifall der Besucher begleitet.

Abschließend sollte noch klargestellt werden, warum die Soldaten zum Gelöbnis im Flecktarnanzug angetreten waren: Nur wenige Kilometer vom Festplatz entfernt liegt das durch die verheerenden Regenfälle der letzten Tage in Mitleidenschaft gezogene Katastrophengebiet bei Simbach am Inn. Die Rekruten waren alle mit großem Gepäck angereist und wären im Bedarfsfalle auch bereit gewesen, dort sofort in einen Hilfseinsatz zu gehen.