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50 Jahre Bundeswehr-Nikolaus

Seit 1962 ist der Nikolaus mit seinen Engeln, Kramperln und Buttenmanndln ein fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Berchtesgadener Brauchtumspflege geworden. 

Seit 1962 ist der Nikolaus mit seinen Engeln, Kramperln und Buttenmanndln ein fester und nicht mehr wegzudenkender Bestandteil der Berchtesgadener Brauchtumspflege geworden. 

Es war 1962 eine Initiative underes Kameradschaftsmitglieds und damaligen Vorsitzenden des Unteroffizierkorps des Bataillons, Helmut Weinbuch, die dazu führte, dass zum ersten Mal die Struber Buttenmanndl mit ihrem einzigartigen Festzug von der Jägerkaserne in den Markt Berchtesgaden ziehen konnten und dort bei Jung und Alt viel Beifall fanden. In seiner Zusammensetzung weicht der Zug der Struber Jager von der klassischen und streng geregelten Berchtesgadener Pass erheblich ab. Dadurch war es aber auch ein besonders gelungener Beitrag zur Brauchtumspflege, der Traditionelles aufnahm, es mit den spezifischen Möglichkeiten verband, die der Truppe zur Verfügung stehen, und in der Form des Umzugs durch den Markt Berchtesgaden am Nachmittag des 5. Dezember auch nicht in die gewachsenen Zuständigkeiten der Berchtesgadener Passen eingriff. Bei den Struber Jagern kommt der Nikolaus nämlich mit einer Kutsche, begleitet von Knecht Rupprecht und zahlreichen Engerln, die zum Teil auch noch auf Tragtieren sitzen, die von Soldaten geführt werden. Man hat große Geschenkpakete geladen und die Engerl verteilen Süßigkeiten. Die wilden Gesellen von Buttnmanndln, Kramperln und Gangerln folgen erst dahinter und das auch sehr diszipliniert. Dadurch und weil der Zug auch schon bei Helligkeit durch den Markt zieht, wirk das Ganze weniger wild und Furcht einflößend und wir vor allem von Familien mit kleinen Kindern gern angenommen. Dieses Mal zum 50. Jubiläum hatten sich die Soldaten um Stabsfeldwebel Schwab auch besondere Mühe gegeben, um ihren Zug zum Erfolg zu führen. Das Ganze wurde ja auch bereits beginnend mit dem Einbinden der Buttnmanndln kritisch von einem Fernsehteam des Bayerischen Rundfunks im Bild festgehalten. Das Wetter tat ein Übriges, denn es herrschte klassische Dezemberkälte mit leichtem Schneefall- so wie man sich es besser nicht wünschen kann! Ehe sich nach dem Segen des katholischen Militärpfarrers das Kasernentor für den Auszug öffnete, trat als Erstes ein etwas aufgeregter Helmut Weinbauch mit seiner Kamera aus der Kaserne, denn er wollte diesen, "seinen" 50. Umzug natürlich in allen Details im Bild festhalten. Wenige Minuten nach 14.00 Uhr sahen die zahlreichen Zuschauer vor der Jägerkaserne dann, wie sich die Tore öffneten und St. Nikolaus mit seinem Gefolge herauskam. Der Umzug führte wie immer von der Jägerkaserne über den Sruber Berg und den Gmundberg in den Markt. Nach den üblichen Halten mit Nikolausansprache beim Hotel "Edelweiss" und einer Stärkung beim "Goldenen Bären" war der Umzug dann gegen 17.00 Uhr wieder in der Jägerkaserne. Hier fand dann im großen Mannschaftspeisesaal mit geladenen Gästen die auch schon traditionelle Bescherung der Kinder statt. In diesem Jahr war das für die Kinder etwas aufregender, weil nicht nur das Fernsehteam allgegenwärtig war, sondern auch in einem kleinen Begleitprogramm die Protagonisten dieser großarteigen Veranstaltung , wie Helmut Weinbuch und Michael Schropp, für die Gäste von dem glänzend agierenden Moderator Hartmut Kartens zu Geschichte und Geschichtchen des Nikolausumzugs befragt wurden. Das Unteroffizierkorps des Standortes Bischofswiesen kann stolz auf diesen durch Soldaten des Bataillons geprägten Beitrag zur Brauchtumspflege im Berchtesgadener Land sein. Dieser Umzug ist ein lebendiges Beispiel für die vorbildlich gelungene Integration der Bundeswehr in die Bevölkerung des Berchtesgadener Landes.