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Informationsfahrt 2012 nach Landshut

Die jährliche, eintägige Informationsfahrt führte uns in diesem Jahr nach Landshut. 52 Teilnehmer hatten sich gemeldet und bei strahlendem Frühlingswetter ging es mit "Omnibus Schwaiger" in einer reizvollen Überlandfahrt in die niederbayerische Regierungshauptstadt.  

Die jährliche, eintägige Informationsfahrt führte uns in diesem Jahr nach Landshut. 52 Teilnehmer hatten sich gemeldet und bei strahlendem Frühlingswetter ging es mit "Omnibus Schwaiger" in einer reizvollen Überlandfahrt in die niederbayerische Regierungshauptstadt. 

Stadtbesichtigung

Landshut hat eine mehr als 800-jährige Geschichte. Die Stadt wurde 1204 unter dem Wittelsbacher Herzog Ludwig von Bayern gegründet. Ab 1231 war Landshut Residenz der Wittelsbacher und bis 1255 zugleich Hauptstadt des Herzogtums Bayern. Bis Mitte des 14.Jahrhunderts erhielt die Stadt ihren gotisch geprägten Stadtkern, den sie sich bis heute in seiner weitgehenden Ursprünglichkeit erhalten hat. Unter der sachkundigen und humorvollen Anleitung von 2 Stadtführerinnen hatten wir Gelegenheit, mehr über Geschichte und Geschichten dieser Stadt zu erfahren. Der Besuch des alten Rathauses und der Martinskirche, die mit über 130 m den höchsten Backsteinturm der Welt besitzt, standen auf dem Programm und zwischendurch erfuhr man auch so manche Details über die berühmte "Landshuter Fürstenhochzeit", die prunkvolle Hochzeit Herzog Georgs des Reichen mit der polnischen Königstochter Hedwig im Jahr 1475, die seit 1903 als die "Landshuter Hochzeit" alle vier Jahre mit mehr als 2 000 Mitwirkenden nachgespielt wird.

Besuch der Rosenmühle

Nach einem kleinen Imbiss auf dem Stadtplatz von Landshut war der Nachmittag für einen Besuch bei der Rosenmühle in Ergolding vor den Toren von Landshut geplant. Die sachkundige Führung hatte dabei der Verkaufsleiter der Rosenmühle, Karl Dendorfer. Vor seiner beruflichen Laufbahn bei der Rosenmühle war er SaZ 12 und hatte seine militärische Laufbahn beim GebJgBtl 231 in Bad Reichenhall begonnen. Die Rosenmühle wurde 1898 zunächst unter dem Namen "Vereinigten Kunstmühlen" gegründet. Durch die Fusion mit der Kunstmühle Rosenheim entstand dann1929 Bayerns größte Mühle. Mit nur etwas mehr als 80 Mitarbeitern erzielt die Mühle heute einen Jahresumsatz von 40 Mio. Euro und verarbeitet jährlich bis zu 165 000 to Getreide , das fast ausschließlich aus dem niederbayerischen Anbaugebiet bezogen wird. Es war beeindruckend, vor Ort zu sehen, wie perfekt die Betriebsabläufe mit wenig Personal sichergestellt werden können, aber auch, wie durch systematische und konsequenten Qualitätskontrollen im laufenden Produktionsprozess der Anspruch der Firma auf höchste Qualität sichergestellt werden kann. "Wir wollen bei den deutschen Mühlen in der ersten Liga zu spielen!" sagte dazu Karl Dendorfer. -Ein Anspruch, der bei dieser Besichtigung auch für den Laien nachvollziehbar wurde. Der 1. Vorsitzende, Klaus Gerlach, fasste seinen Eindruck von diesem Besuch dann bei der abschließenden Fahrt zum Abendessen am Erlensee bei Rott am Inn mit folgenden Sätzen zusammen: "Für mich werden nach diesem Besuch bei der Rosenmühle vor allem 2 Erfahrungen nachhaltig in Erinnerung bleiben: 1. Am Beispiel des Verkaufsleiters Karl Dendorfer wurde uns wieder einmal deutlich gemacht, dass ehemalige Soldaten der Bundeswehr, die als Zeitsoldaten in der Truppe ihren Mann gestanden haben, auch problemlos im Zivilleben erfolgreich Führungspositionen ausfüllen können. 2. Die Rosenmühle mit Ihren rund 80 Mitarbeitern steht beispielhaft für zahlreiche andere Betriebe unterschiedlichster Fertigungsbereiche in Deutschland, deren Betriebsorganisation und Marktposition uns das Vertrauen vermittelt, dass man sich um den Wirtschaftsstandort Deutschland keine Sorgen machen muss." Und ganz besonders galt dann abschließend noch sein Dank unserem Schriftführer Norbert Gatz, der diese eindrucksvolle Informationsfahrt wieder einmal so perfekt zusammengestellt und organisiert hatte.