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Kretagedenkfeier in Bad Reichenhall

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Kameradschaft Bad Reichenhall am 22. Mai wieder zum 71. Jahrestag der Invasion Kretas durch die deutschen Wehrmacht am Gedenkstein an der Kretabrücke in Bad Reichenhall eine kleine Gedenkfeier.

Wie in jedem Jahr veranstaltete die Kameradschaft Bad Reichenhall am 22. Mai wieder zum 71. Jahrestag der Invasion Kretas durch die deutschen Wehrmacht am Gedenkstein an der Kretabrücke in Bad Reichenhall eine kleine Gedenkfeier.

Neben der Fahnenabordnung der Gebirgsjägerkameradschaft 232 bildeten noch 7 weitere Fahnenabordnungen den feierlichen Rahmen für zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland. Unter ihnen waren auch in Vertretung von Bad Reichenhalls Oberbürgermeister Herbert Lackner der 2. Bürgermeister Manfred Adldinger sowie der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Michael Matz mit seinem Stellvertreter, Oberst Peter Utsch sowie alle Kommandeure der in Reichenhall stationierten Verbände mit zahlreichen aktiven Soldaten des Standortes. Der 1. Vorsitzende der Kameradschaft Bad Reichenhall, Manfred Held, erinnerte in seiner Ansprache an die menschliche Tragödie die das "Unternehmen Merkur" vor allem für die Soldaten Gebirgsjägerregiments 100 aus Bad Reichenhall bedeutete. Mehr als 300 Soldaten kamen am 21. Mai 1941 bei dem Versuch, Kreta mit einer so genannten leichten Schiffsstaffel - das waren überwiegend requirierte Fischerboote ohne ausreichenden Begleitschutz - im Feuer der englischen Marine vor Kreta ums Leben. In das Gedenken an diese Opfer bezog Manfred Held ausdrücklich auch die mehr als 200 Bürger der Stadt ein, die am 25. April 1945 bei einem der letzten alliierten Luftangriffe ihr Leben gelassen haben. Und er erinnerte zugleich auch an die im Einsatz gefallenen Soldaten der Bundeswehr. Ein besonderes Anliegen war es ihm in diesem Jahr, sich auch gegen die Verleumdungen des Rabatzbündnisses zur Wehr zu setzen, bei dieser Gedenkfeier werden Täter zu Opfern hochstilisiert. Die knapp 300 Soldaten des Gebirgsjägerregiments 100 verloren ihr Leben, ehe sie auch nur eine Chance hatten, ihren Fuß auf kretischen Boden zu setzen. Sie waren Opfer eines unsinnigen Befehls. Er erinnerte auch an die letztjährigen Feiern zum 70. Jahrestag der Landung auf Kreta, die er auf der Insel selbst miterleben konnte. Sie waren für alle Beteiligten, deutsche Soldaten und deren ehemalige allierte Gegner sowie auch für die Menschen von Kreta ein Tag des Gedenkens an die Opfer der Ereignisse und zugleich auch ein Tag der freundschaftlichen Begegnung voller Hoffnung auf eine gemeinsame friedvolle Gestaltung der Zukunft. Die Benennung der Kretabrücke mit ihrem Denkmal wurde 1968 durch den Stadtrat von Bad Reichenhall beschlossen, sagte Bad Reichenhalls 2. Bürgermeister Manfred Adldinger. Der Stadtrat hat sich im letzten Herbst in einer Entschließung noch einmal einstimmig zu diesem Beschluss bekannt. Der Name der Brücke und der dortige Gedenkstein dienen der Erinnerung an die Toten der Kriege und sind damit zugleich Mahnmal für die Lebenden. Mit besonderem Applaus wurde abschließend die versöhnliche Rede der stellvertretenden Leiterin des griechischen Konsulats aus München, die selbst gebürtige Kreterin ist, aufgenommen. Im Anschluss legten der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Oberst Matz, zusammen mit 2. Bürgermeister Adldinger und der stellvetretenden Leiterin des griechischen Konsulats zum Lied vom guten Kameraden am Gedenkstein Blumengestecke nieder.